Warum Diabetiker anfälliger für Covid-19 sind

Warum Diabetiker anfälliger für Covid-19 sind

Warum Diabetiker anfälliger für Covid-19 sind
Immer mehr Studien werden veröffentlicht die einen direkten Zusammenhang zwischen dem Infektionsrisiko für Covid-19 und den Vorerkrankungen Diabetes und Adipositas herstellen. Zwei Stoffwechselsituationen werden als Hauptgründe angenommen das Diabetiker öfter von Co- vid-19 betroffen sind: Hyperglykämie(HG) und Hyperinsulinämie(HI). Wenn jemand HG und HI hat, ist die Funktionsweise der Mitochondrien eingeschränkt. Das nennt man eine eingeschränkte metabolische Flexibilität und ist zudem eine eingeschränkte Funktionskapazität. Wenn das Mitochondrium nicht gesund ist werden zunehmend freie Radikale freigesetzt. Wir nennen das oxidativen Stress. Der wieder rum fördert Entzündungen und diese reduzieren die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems. Des- halb haben Prä- und Diabetiker schon eine verringerte Immunabwehr. Wenn jemand adipös ist hat er auch vermehrtes Viszeral Fett. Diese Fettzellen, sondern Zytokine ab und diese sind zugleich Entzündungsfördern. D.h. Übergewichtige mit vielen Fettzellen produzieren mehr Zytokine wie Interleukin-6. So sehen wir, dass beide Krankheitsbilder Entzündungen fördern und die Immunabwehr verringern. Grundsätzlich haben Diabetiker und Adipöse in vielen Fällen eine mechanische Beeinträchtigung so- wie oftmals auch eine Entzündungssituation in den oberen Atemwegen. Man sieht das Diabetiker eine geringere Ausatmungskapazität haben und auch eine verringerte Diffusionskapazität von Sauerstoff über die Lunge ins Blut. Das liegt einer Erkrankung zugrunde die sich Mikroangiopathie nennt. Das ist wie eine Mikro- Arteriosklerose der kleinen Blutgefäße in der Lunge. Dadurch sind Diabetiker generell auch hier vorbelastet.

Was sind mögliche Ansätze?

„Ernährung und Bewegung ist die beste Medizin“. Und das sind auch genau die 2 Punkte mit denen Diabetes, Prädiabetes und Adipositas am besten behandelt werden können und das ganz ohne Medikamente. Und das kann jeder. Jeder kann seine Ernährung anpassen und optimieren. Jeder kann anfangen sich zu bewegen. Das hat einfach im long run die besten Effekte und ist auch noch preisgünstig. Aber genau an diesem Punkt tun sich ja die meisten schwer. Ab jetzt sich bewusster zu ernähren und mehr zu bewegen. Dreh und Angelpunkt sind einfach die Mengen an Zucker und Kohlenhydraten und diese konsequent zu reduzieren und darüber seinen Lebensstil zu ändern, das ist die schwere Hürde die wir haben. Im Alltag sind wir so an die kohlenhydratreichen Mahlzeiten gewöhnt. Aus diesem Glukosezyklus rauszukommen ist der wichtige Schritt. Das gleiche gilt auch für Übergewicht. Adipositas hat einen Ursprung auch in der Insulinresistenz. Was auch der Ursprung für Diabetes ist. Adipositas ist eine Insulinresistenz bei der die überschüssige Energie aus Zucker in Fett abgespeichert wird und zugleich eine überschüssige Aufnahme an Nahrungsmitteln, die Zucker und Fett gleichermaßen beinhalten und das findest sich nur in künstlich hergestellten Nahrungsmitteln. Es gibt keine Naturprodukte die Fett und Zucker gemeinsam beinhalten. Wenn man seine Mahlzeiten frisch zubereitet und kocht anstatt Fertiggerichte zu konsumieren, dann hat man schon den ersten Ansatz für die gesunde Ernährung. Dann kommen wir auch gesünder und leichter durch viele Krankheitswellen.

Ketone und die Anwendung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Ketone und die Anwendung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Wenn man von den KH und Fetten ausgeht, haben wir eine maximale Speichermenge in Form von Gly­kogen von etwa 2000 kcal. Das reicht für eine inten­sive Belastung von rund 90 min. Dann sind die 2000 kcal verbrannt. Auch ein schlanker Athlet hat aber 80.000 kcal an Fett. Wenn ich diesen Tank effizi­ent nutzen kann, habe ich einfach viel mehr Energie die mir zur Verfügung steht. Neben dem limitierten Angebot von KH gibt es dann ein weitere Prob­lem, dass der Magen-Darmtrakt etwa 80gr KH pro Stunde verarbeiten kann. 80gr ergibt etwa 320kcal. Das ist durchschnittlich die maximale Menge die zugeführt werden kann, dass reicht für viele Belastun­gen nicht aus. Dann bekommt man den sogenann­ten Hungerast, wo der Blutzuckerspiegel abfällt und man einen drastischen Leistungseinbruch bekommt. Die Grundlagenausdauer, die Fähigkeit lange gleich­mäßig im Tempo durchzuhalten, kann deutlich gesteigert werden, wenn mehr Fette genutzt werden. Das ist unser Ansatz bei SNDC: Durch die Ernährung den Stoff­wechsel so steuern, dass ich weniger KH verwende und somit mehr Fette nutzen kann. Gerade bei Prä­diabetikerin ist eine Insulinresistenz immer die erste wesentliche Stoffwechselveränderung. Hier regiert der Körper auf dieses Hormon deutlich reduziert. Dadurch ist die metabolische Flexibilität erheblich verringert. Desto wichtiger ist es, dass der Fettstoff­wechsel mehr Energie abdeckt. Mehr Fett­stoffwechsel = bessere metabolische Flexibilität. Ketose ist grundsätzlich für alle Menschen die Situation wo der Körper mehr Fett zur Energiege­winnung nutzt. Und ein entscheidender Faktor spielt dabei das Insulin. Insulin ist das Steuerungshormon das entscheidet, nimmt der Körper eher Zucker und KH zur Energiegewinnung oder Fette. Immer wenn Zucker oder KH aufgenommen werden, steigt automatisch der Blutzuckerspiegel an und der Körper schüttet Insulin aus. Das Insulin aktiviert die Zellen, Muskelzel­len, Organe damit der Zucker aus dem Blut verstoff­wechselt werden kann, bzw. verbrannt wird.Wenig Insulin ist das das Zei­chen für den Körper, es ist wenig Zucker da. Des­wegen aktiviert er den Fettstoffwechsel. In diesem Ablauf des Fettstoffwechsels werden Ketonekörper gebildet und die können dann von den Zellen, ähn­lich wie die Glukose, als Energie genutzt werden. Ketose ist also die Situation das vermehrt Fette zur Energiegewinnung genutzt werden.Keto­aszidose ist eine Situation die ursprünglich nur bei Typ-1 Diabetikern auftritt, die kein oder kaum noch Insulin selber produzieren, weil dort eine genetische Erkrankung der Bauchspeicheldrüse vorliegt. Das ist eine Übersäuerung des Organismus. Die Ketone steigen also so stark an, so dass der Körper über­säuert. Das kann eine ernsthafte lebensbedrohliche Situation darstellen. Passiert aber eigentlich nur bei Typ-1 Diabetikern. Typ-2 haben immer noch ein ge­wisses Maß an Insulin. Das regelt die Ketone noch in so weit, dass diese Situation nicht stattfindet. Die Messung der Ketone gibt Auskunft über den Ketosezustand des Patienten. Bei gesunden Men­schen entsteht, bei der Reduzierung der KH, eine sogenannte Ernährungsketose. Über die Ernährung kann ich so meinen Fettstoffwech­sel optimieren.
Es werden 2 Arten von Ketonen gebildet: 1. Acetoacetat wird umgewandelt zu Aceton. Wenn man länger fastet hat man dadurch einen sehr schlechten Mundgeruch. 2. ßHB und das sind die Ketone die man im Blut messen kann. Normale Millimolwerte in einer klassischen Ernährung liegen bei 0,1 bis 0,4 mmol. Ernährungsketose erreicht man ab 0,5 bis max. 3 mml. Für Sportler die immer noch Insulin produzie­ren ist das dann die Obergrenze, da ab da das vor­handene Insulin gegenreguliert. Wenn Sportler zwischen 0,5 bis 1,5 liegen ist das vollkommen ausreichend, um genügend Fett zu verstoffwechseln, aber die Glykogenspeicher sind noch gefüllt genug, um das tägliche Training zu ab­solvieren. Da die individuel­le Ketoneproduktion nicht bei jedem mit gleicher KH Zufuhr ansteigt ist wichtig zu messen und zu über­wachen in welchem Ausmaß sich der Stoffwechsel anpasst.

 

Online Seminar Stoffwechselflexibilität und Leistungsfähigkeit

Online Seminar Stoffwechselflexibilität und Leistungsfähigkeit

Online Seminar zur Anwendung der VLaMax, VO2max sowie komplexer Stoffwechsel-Simulation. Dieses Seminar gibt einen Einblick in die Stoffwechselflexibilität und deren Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit. Themen sind die maximale Laktatbildungsrate (vLaMax), die maximale Sauerstoffaufnahmekapazität (VO2max), die komplexe Simulation des Energiestoffwechsels und deren praktische Anwendung im Rad – und Laufsport.

Inhalte
Grundlagen des Energiestoffwechsels
Funktion der maximale Laktatbildungsrate (vLaMax)
Simulation des Energiestoffwechsels (Metabolic Modeller)
Spiroergometrie als Messmethode der maximalen Suaerstoffaufnahme (VO2max)
Anwednung und praktische Bedeutung für den Athleten

Das Online Seminar ist über einen halben Tag geplant (09:00-13:00h)

Referenten
Stephan Nüsser
Mirco Smerecnik

Aktueller Termin
08.05.2021 Online Seminar. Kosten 179€

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nutriton – the next thing

Nutriton – the next thing

An athlete looks in the mirror. Any doubts they see regarding physicality, injury recovery and mentality can all be
answered by a number of specialists they might have in their camp or at their call. The sportsperson that stares at the
reflection and keeps asking ‘what else?’ might do well to turn their gaze to the refrigerator. This is the opinion of Sports Scientist
Stephan Nuesser. The German advocates that a dedicated and specialised approach to nutrition is the next frontier for
marginal gains…and a whole lot more. Asking the trainer behind the SNDC company and concept for
some insight (and he has worked with a range of MXGP athletes in the last fifteen years) produced a revealing conversation.
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VLamax Diagnostik

VLamax Diagnostik

Neu bei SNDC Diagnostik. Die Analyse der maximalen Laktatbildungsrate und darauf basierend eine komplexe Energiestoffwechselsimulation. Die komplexe Simulation basiert auf den Veröffentlichungen von Alois Mader. Grundlage sind dabei Eingangsparameter, wie maximale Sauerstoffaufnahme VO2max, die maximale glykolytische Leistungsfähigkeit VLaMax und das Körpergewicht. Die Stoffwechselsimulation ermittelt auf Basis des zugrundeliegenden Modells den Critical Point CP (Laktateliminations = Laktatproduktionsrate) und weitere Metriken des Energiestoffwechsels. Eine differenzierte Analyse der individuellen aeroben und anaeroben Leistungsfähigkeit.